Ein Experteninterview wird immer im wissenschaftlichen Kontext angewendet. Es bildet meist die Grundlage für eine wissenschaftliche Arbeit oder die Bachelorarbeit. Das Experteninterview wird auch Expertenbefragung genannt und soll einen Hypothese belegen oder überprüfen, die in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet wurde. Es handelt sich hierbei um eine besondere Form des Leitfaden Interviews, bei dem offen formulierte Fragen verwendet werden. Die Befragten können darin frei antworten und durch die Vergleichbarkeit der Antworten wird eine Struktur geschaffen. Außerdem stellt es sicher, dass im Interview alle Fragen abgearbeitet werden. Als Experten wählt man Personen aus, die aus der entsprechenden Fachrichtung kommen und sich in der gestellten Thematik sehr gut auskennen. Sie können einen Beitrag für die praktische Umsetzung der behandelten Thematik geben und können aus dem Bereich der Hochschule kommen, Experten aus der Praxis oder Unternehmer der betreffenden Branche/Thematik sein.

Mittels des vorbereiteten Leitfadens werden den Experten die Fragen vorgelegt und sie können in völlig freier Rede auf diese antworten. Ein themenfokussiertes Gespräch soll in Gang gebracht werden ohne dass die Antwortkategorien bereits vorgefasst sind. Auf Grund der kleinen Anzahl der Befragten, – auch nur 1 Befragter ist möglich, werden die Experteninterviews zu den qualitativen Methoden der wissenschaftlichen Forschung gezählt. Da das Experteninterview nicht nur auf dem Austausch von Wissen basiert sondern auch die Meinungen aller Beteiligten einfließen lässt, ist seine Objektivität nicht klar zu definieren.

Auch findet wie bei allem kommunikativen Ausstauch eine spezielle soziale Interaktion zwischen Interviewer und Befragtem statt. Diese kann abhängig sein von der Rolle die der Interviewer einnimmt. Berufliche Positionen, das eigene vorhandene Wissen über das Fachgebiet, die Meinung über den Gegenüber und natürlich auch persönliches Erfahrungen und Lebensansichten. Das Experteninterview muss nicht immer zu einem Ergebnis kommen, dass beide Seiten verstehen. Es reicht vollkommen aus, wenn der Interviewer die Ergebnisse einschätzen kann und festlegen kann, ob diese Ergebnisse aussagekräftig sind. Daher ist eine methodische Vorgehensweise bei einem Experteninterview unerlässlich.

Motiv im Experteninterview

Beim Experteninterview steht als Hauptmotiv das sachliche Interesse im Vordergrund. Die Motivation der Befragten im Experteninterview liegt in der Wissensvermittlung, der Darstellung des eigenen Wissens oder der Sachmotivation. Ist der Befragte allerdings kein wirklicher Experte, dann führt das Interview sehr schnell ins Leere. Ebenso ist fehlende Fachkompetenz beim Interviewer ein mögliches k.o. Kriterium. Die Sachzusammenhänge werden dargestellt und das Abfragen des Wissens erfolgt niemals gegen den Willen des Befragten. Das Experteninterview beruht auf einem hypothesengestützten Vorgehen und soll sich eng an den Vorgaben der vorher definierten Hypothesen orientieren.

Auswertung des Experteninterviews

Bei der Auswertung des Experteninterviews für die Bachelorarbeit folgt man der wesentlichen, wissenschaftlichen Fragestellung, die auch im Leitfaden auftaucht. Alle Aussagen, die helfen, eine wissenschaftliche Frage zu beantworten, werden für die Auswertung herangezogen. Besonders in aufwändigen Experteninterviews muss die einwandfreie Audioaufnahme sichergestellt sein. Das Transkribieren erfolgt dann nach festgelegten Standards und je nach Aufgabenstellung sind die Abschriften sehr detailliert oder sogar buchstabengetreu niedergeschrieben. Für geglättete Transkriptionen reicht oftmals auch die Erfassung der thematischen Struktur des Experteninterviews.

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